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Politik in der Bananenrepublik

30 Wochen vor den Nationalratswahlen lancieren einige politisch interessierte Netzbewohner den Podcast Banana Politics. Im sehr informell gehaltenen Podcast wird fleissig über den Politikbetrieb im Netz diskutiert. Die ersten drei Ausgaben haben mir ganz gut gefallen. Zur zweiten habe ich allerdings eine Bemerkung. Es wird reklamiert, dass anscheinend einige Politiker ihre Social-Network-Konten nicht selbst verwalten, sondern dies durch ihr Team machen lassen. Diese hätten das Konzept schlicht nicht verstanden, wird moniert. Ich halte dem aber entgegen, dass das Führen von mehreren Accounts eine ganze Menge Zeit und Aufwand bedeutet. Ich merke es bei mir, ich arbeite nur zögerlich und in kleinen Schritten an meinem Online-Auftritt, es ist schlicht zu aufwändig.

Man konsumiert ja schon E-Mail-Newsletter, Online-Zeitungen, RSS-Feeds, Twitter-Timelines, SMS-Nachrichten, Whatsapp-Nachrichten, Zeitungen in Papierform, Magazine in Papierform, Flyer, Briefe. Und zusätzlich sollte man noch selbst Inhalte produzieren auf den verschiedensten Plattformen und sie über alle möglichen Kanäle verbreiten. Wie soll das alles gemanagt werden von einer Person? Ich bewundere diejenigen, welche dies fertig bringen und frage mich zugleich, ist das ihr einziges Hobby?

Darf man von einem Politiker wirklich erwarten, dies hinzukriegen? Neben Beruf, politischer Arbeit und – man staune – Leben?